Turisme Sitges

El Cau Ferrat, ein kleines großartiges Museum

Die Bezeichnung stammt nicht von uns, sondern wurde von Pere Izquierdo definiert, dem Direktor der Museen in Sitges. Wenn er von  Cau Ferrat spricht, vermittelt er eine ansteckende Leidenschaft für dieses altertümliche Gebäude von Santiago Rusiñol, „ein entscheidender Ort und Referenzpunkt der Moderne und der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.“

 

Übertreibt Izquierdo? Schauen wir uns zunächst die Zahlen an: 2.600 ausgestellte Objekte (ja, ja, Rusiñol macht der „Scheu vor der Leere“ alle Ehre, aber mit Stil und viel Kunst), eine Sammlung von Zeichnungen und Malereien, die jetzt in einem Katalog von 400 Seiten aufgelistet sind, der am 14. Februar diesen Jahres veröffentlicht wurde, sowie 750 Stücke modernistischer Schmiedekunst. Machen wir mit den Eigennamen weiter: Werke von Santiago Rusiñol und Ramón Casas selbst (Hauptvertreter des katalanischen und spanischen Modernismus), von Zuloaga, Utrillo oder Pichot und… mal sehen, zwei bleiben noch…ach ja, zwei Werke von Greco und fünf von einem gewissen Picasso… ¿Übertreibt Izquierdo?

 

So weit so gut, hinsichtlich der künstlerischen Bedeutung und Tragweite von Cau Ferrat liefert uns das Jahr 2020 zusätzliche Gründe, um das Museum zu besuchen: die Ausstellung anlässlich seines 125. Jubiläums (1894-2019) wurde bis 22. März verlängert, auch wenn sie im Museum Maricel stattfindet (direkt nebenan). Außerdem wird Anfang April (das genaue Datum wird noch festgelegt) eine „spektakuläre“ Ausstellung eröffnet, so Pere Izquierdo (ihr wisst ja jetzt, dass er nicht übertreibt): Es handelt sich um eine Ausstellung über Bücher des Modernismus, „die eine einzigartige Möglichkeit bietet, um zu erfahren, wie die Künstler Bücher verlegt haben, angelehnt an das Verlagswesen im Mittelalter.“ Und wenn sich der Sommer verabschiedet und wir die Wärme noch etwas genießen wollen, findet im Cau Ferrat eine Ausstellung über Miquel Villà statt, einem der Hauptvertreter des spanischen Fauvismus.

 

Nachdem wir Sie nun davon überzeugt haben, dass der Besuch von Cau Ferrat in diesem Jahr ein Muss ist, stellt sich die Frage, wie wir vorgehen, damit uns die Vielzahl an ausgestellten Werken nicht überfordert. Der Direktor der Museen in Sitges empfiehlt den Ansatz „Slow Museum“: „Besucher sollten wissen, dass sie das Museum am selben Tag beliebig betreten und verlassen können. Somit können Sie vormittags etwas Zeit bei uns verbringen und nachmittags zurückkommen. Ich bin sicher, so genießen sie alles weitaus mehr.“ Noch ein Rat: die App Museos de Sitges ist ein sehr guter Begleiter (sie ist einfach und gebührenfrei).

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